In der Woche vom 25.02.2019 – 01.03.2019 fand im PSW am Rosengarten ein Projekt der Akademie der Gesundheit statt. Das Projekt hieß „Der alte Mensch“. Angehende Gesundheit- und Krankenpflegerinnen (2. Ausbildungsjahr) aus dem Helios-Klinikum Berlin-Buch sollten die biografischen und psychosozialen Aspekte des Alters erarbeiten. 10 Auszubildende waren für eine/n Bewohner/in verantwortlich. Natürlich war das Projekt für die Auszubildenden „ungewohntes Terrain“ und sie mussten erstmal die Bewohner/innen kennenlernen. Jeder hat seine/ihre Bedürfnisse und die galt es zu erkennen und zu berücksichtigen.

Mit 3 der Auszubildenden haben wir am 27.02.2019 ein Interview geführt und sie bei der Betreuung der Bewohner/innen begleitet:

1.

Unsere Bewohnerin Frau D. wurde von Svenja betreut. Gemeinsam schauten sich beide ein altes Fotoalbum an. Durch die Fotos angeregt, erzählte Frau D. ausgiebig über ihre Lebensgeschichte. Beim „Rollatortanz“ schaute Frau D. dann nur zu. Svenja nutzte die Gelegenheit, andere Bewohner zum Tanzen zu animieren. Herrn H. bereite der Tanz mit Svenja viel Freude. Svenja schenke Frau D. viel Aufmerksamkeit. Während der gemeinsamen Zeit blühte sie sichtlich auf. Svenja sammelte bereits durch ihre Familie Erfahrungen in der Pflege. Deshalb entschied sie sich für diese Ausbildung. Nach dem Examen möchte sie in der IMC (= Intermediate Care – Intensivüberwachungspflege) im Helios-Klinikum arbeiten. Sie ist wissbegierig und interessiert sich sehr für die medizinische Versorgung von Menschen.

2.

Mandy begleitete Frau S. zum Spazierengehen in den Garten. Die Sonne schien und beide unterhielten sich angeregt. Sie konnte dem Gespräch mit Frau S. anfangs nicht gleich folgen, da die Bewohnerin zeitweise nach den richtigen Worten suchte. Durch die enge Betreuung bauten Mandy und Frau S. ein fast freundschaftliches Miteinander auf und die Verständigung wurde besser. Durch ihre ruhige und einfühlsame Art, gewann sie das Vertrauen der Bewohnerin. Vor dem Projekt hatte sie zwar keine Vorurteile, aber Bedenken schon. Diese stellten sich allerdings als unnötig heraus, denn sie empfand die intensive Betreuungszeit als sehr wertvoll und würde sich wünschen, dass ihr zukünftiger Pflegealltag dies ermöglicht. Mandy kann sich vorstellen, später im Fachbereich Innere Medizin tätig zu sein. Sie legt sich jedoch noch nicht fest.

3.

Auch Sandra kümmerte sich sehr einfühlsam um unsere Bewohner. Wir sprachen mit ihr, nachdem sie Frau N. vom Wohnbereich 3 betreute. Sandra sammelte schon viel Erfahrung in der Pflege. Sie pflegte bereits Familienangehörige und war einige Jahre als Pflegeassistentin tätig. Die Erfahrungen waren nicht immer positiv. Trotzdem wählte sie diesen Beruf. Ihr Wunsch ist es, etwas zu bewirken und zu verändern. Dafür scheint ihr die Krankenpflege, der richtige Weg zu sein. Sie ist sehr motiviert und möchte nach der Ausbildung in der Neurochirurgie arbeiten.

Alle angehenden Gesundheits- und Krankenpflegerinnen haben sich in der Woche sehr gut um die Bewohner/innen gekümmert. Im Umgang mit ihnen waren die Auszubildenden einfühlsam und zugewandt. Sie sammelten viele biografischen Informationen und lernten die Bewohner/innen dadurch besser kennen. Sie motivierten beim „Rollatortanz“ und schwangen auch selbst das „Tanzbein“. 

Der Abschied fiel den Auszubildenden sehr schwer. Schon nach einer Woche haben sich alle aneinander gewöhnt und ein sehr gutes Verhältnis miteinander aufgebaut.

Das Projekt ist toll. Es findet in diesem Jahr noch 3 x im PSW am Rosengarten statt. Mit der Akademie der Gesundheit besteht eine gute Zusammenarbeit und zukünftig auch eine Kooperation bei der neuen Pflegeausbildung ab 2020. Damit haben wir einen „starken“ Partner an unserer Seite.

Share on facebook
Share on twitter
PLEASE | share 4

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.